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Focke Museum Bremen: Sanierung des "Eichenhofes"



Im Zuge einer Neukonzeption der Präsentation der Archäologischen Sammlung sollte auch das ursprüngliche Stallgebäude modernisiert werden. Dabei galt es sämtliche Eingriffe so vorzunehmen, dass sie sich unauffällig in das denkmalgeschützte Haus einfügen.




Neben dem Einbau einer Lüftungsanlage waren umfangreiche Maßnahmen zum Brand- und Einbruchschutz erforderlich. Denkmalgerecht wurden neue kleinformatige Sprossenfenster mit Isolierverglasung eingebaut.




Das Gebäude erhielt eine Innendämmung aus gestampftem Lehm sowie eine in dieses System integrierte Wandflächenheizung.




In der zum Fleet hin liegenden Längswand wurden im Zuge einer Umnutzung des ehemaligen Stallgebäudes zum Café in den 50-er Jahren neun Fachwerkfelder komplett herausgenommen und durch großflächige Einfachverglasungen ersetzt. Für die 1990 in diesem Raum installierte Ausstellung erwies sich diese Verglasung letztlich als nicht tragbar.




Die Wand sollte geschlossen werden, um die Konzentration im Raum wieder auf die Exponate zu richten. Durch den Einbau einer Verglasung mit einer im Scheibenzwischenraum liegenden transparenten Wärmedämmung gelang es, den Raum optisch zu schließen und dennoch Tageslicht in den Raum fließen zu lassen. Für den Einsatz dieses modernen Bauelementes schlugen wir eine kastenartige Einbausituation vor, die sowohl innen als auch außen die neue Architektur kontrastreich gegen den Bestand absetzt.














Standort:
Bremen Schwachhausen, Schwachhauser Heerstraße 240

Bauherr:
Immobilien Bremen AöR




Focke Museum: Grundsanierung des Haupthauses

Ein Projekt, das sich nur schwer präsentieren lässt. Alle Maßnahmen, die durchgeführt wurden, mussten sich dem Diktat der Schlichtheit des bestehenden Baukörpers unterordnen und sind somit auf den ersten Blick nicht wahrzunehmen.




Das Focke Museum entstand 1964 nach Plänen des Darmstädter Architekten Heinrich Bartmann. Das Ausstellungsgebäude ist weitgehend als eingeschossiger Baukörper konzipiert und öffnet sich über großflächige Verglasungen in die umliegende Gartenanlage. Lediglich der Bereich der Sonderausstellung befindet sich als kubischer Baukörper im 1. Obergeschoss. Der Bau erreicht durch seine aufs Wesentliche reduzierten Details eine faszinierende Perfektion.

Um den sehr strengen Anforderungen an die klimatischen Bedingungen für Ausstellungsräume gerecht zu werden, war es erforderlich, das Gebäude unter bauphysikalischen und haustechnischen Gesichtspunkten zu modernisieren. So wurden die Wände und das Dach der Sonderausstellung aufwändig gedämmt. Die große Verglasung erhielt eine Sonnenschutzanlage. Im gesamten Museum wurde eine neue Lüftungsanlage mit dezentral liegenden Quellluftauslässen installiert. Dabei galt es, jedes Detail möglichst unauffällig in den Bestand zu integrieren. Als Richtschnur legten wir unseren Überlegungen stets die Frage zu Grunde:

Wie hätte Bartmann es gemacht?




Die Fassaden der Sonderausstellung wurden mit den sorgsam demontierten Tonziegeln wieder verkleidet, neue Ziegel wurden nach dem alten Muster eigens für dieses Projekt hergestellt.




Der Raum der Sonderausstellung wurde an den Treppenaufgängen gegenüber den klimatisch anders konditionierten Räumen des Erdgeschosses durch rahmenlose, Absturz sichernde Verglasungen abgetrennt.




Da die Luftführung über Dach erfolgt, die Zuluft aber in Bodennähe in den Raum strömen soll, haben wir für die Lüftungsanlage auf die jeweilige Einbausituation abgestimmte Quellluftauslässe entwickelt.


Standort:
Bremen Schwachhausen, Schwachhauser Heerstraße 240

Bauherr:
Immobilien Bremen AöR
 
 
 
 
Architekturbüro Ulrich Ruwe
Dipl.-Ing. Architekt BDA

Keplerstraße 30
28203 Bremen
Telefon 0421 - 707303
ruwe@architektruwe.de