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Kirchen und Gemeindezentren


Borgfelder Kirche

Die Kirche in Borgfeld wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Die prägenden Bausteine des heutigen Kirchengebäudes entstanden im 18 Jahrhundert. Die letzte Baumaßnahme fand im Jahr 1965 statt und betraf im Wesentlichen den Anbau eines fensterlosen Chores sowie den Umbau der ehemaligen Rundbogenfenster des Langhauses zu Fenster mit geradem Abschluss. Die Kirche erhielt die Kanzel aus der im Krieg zerstörten St. Pauli Kirche sowie neue Kirchenbänke.

Über die Jahre empfand man den Gesamteindruck des Kirchenraumes als stimmungslos und drückend. Insbesondere die Situation von Altar und Apsis wirkte sehr unbefriedigend. Der gemauerte Altar stand zu tief in der schmalen, dunkel wirkenden Apsis, so dass der Liturg auch durch die Fenster des Langhauses nicht ausreichend Licht erhielt.




Über drei neue Fenster erstrahlt die Apsis nunmehr in einem ausgewogenen Licht ohne Blendwirkung.









Im Rahmen einer Befunduntersuchung wurden auf den Hölzern der Emporenbrüstung vorwiegend Grüntöne freigelegt, es konnte jedoch kein eindeutiger Beleg zur Farbigkeit der einzelnen Bauteile abgeleitet werden. In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde ein Farbkonzept in drei dezent abgestuften Grüntönen entwickelt. Die Deckenbalken sowie die Unterseite der Orgelempore wurden in einem Grau-beigeton abgesetzt.




Der Natursteinboden aus Obernkirchner Sandstein beeinflusst sehr stark den neuen Gesamteindruck des Raumes. Weitere kleine Detailkorrekturen, wie zum Beispiel die Neugestaltung der Ausstattung unter der Orgelempore tragen zur Klärung des Raumes bei.




Die großen Fenster des Langhauses erhielten auf der Innenseite eine Isolierverglasung in schmalen Stahlrahmen.




Die drei Prinzipalien, Altartisch, Kanzel und Taufbecken bilden ein stimmiges Ensemble, obwohl die Stücke aus unterschiedlichsten Epochen stammen.






Standort:
Bremen Borgfeld, Borgfelder Landstraße 15

Bauherr:
Kirchengemeinde Bremen Borgfeld

Projektsteuerung:
Bremische Evangelische Kirche

Fotos:
Jörg Sarbach




Gemeindehaus St. Michaelis - St. Stephani



Eine Oase in einem benachteiligten Quartier.

Nach dem Zusammenschluss der beiden ehemals selbstständigen Gemeinden plant die neu entstandene Kirchengemeinde St. Michaelis - St. Stephani das Gemeindehaus an der Michaeliskirche zu einem Familienzentrum zu entwickeln. Sie möchte den zwischen Autobahnzubringer, Bahnlinie und Verwaltungskomplexen wohnenden Menschen einen lebendigen Ort der Begegnung anbieten.

Am Standort der im Krieg zerstörten neugotischen Kirche entstanden im Jahr 1964 Kirche und Gemeindehaus der St. Michaelis Gemeinde nach einem Wettbewerbsentwurf des Architekturbüros Blanckenhorn und Müller aus Bremen. Die Anlage besteht aus Kirche, Haupthaus und Vorderhaus. Zwischen den Gebäudeteilen lag ein Hof, der mit einem Gebäuderiegel - der Pastorenwohnung - überbaut war. Das unter formalen Aspekten zunächst interessant wirkende Konzept barg durch die räumliche Trennung von Gemeindesälen und Kindergarten auf der einen und Verwaltung und Gruppenräumen auf der anderen Seite funktional ein sehr großes Handicap.













Nach dem Abbruch des Riegels entstand zwischen beiden Gebäudeteilen ein Verbindungsbau, der als zentrales Foyer alle nun mehr angrenzenden Räume erschließt. Der weitgehend verglaste Raum dient als offenes Café, in dem auch ein Mittagstisch angeboten wird. Durch eine unmittelbare Verbindung zu den Räumen des Kindergartens sind auch die Eltern der Kinder eingeladen, diese Angebote wahrzunehmen. Die vor dem Gebäude liegende Freifläche wurde von Dauerparkplätzen befreit und neugestaltet. Über den Außenraum können die Gemeindeaktivitäten künftig in die Öffentlichkeit ausstrahlen.





Standort:
Bremen Doventor, Doventorsteinweg

Bauherr:
Bremische Evangelische Kirche, St. Michaelis - St. Stephani Gemeinde

Fotos:
Jörg Sarbach
Ulrich Ruwe




Quartierszentrum Huckelriede






Das Quartierszentrum für den Stadteil Bremen-Huckelriede ist zentraler Bestandteil eines Gebäudekomplexes am Niedersachsendamm und dient als Begegnungsort im Stadtteil der Verbesserung der sozialen Infrastruktur. In den Räumen befinden sich das Quartiersmanagement, eine Erziehungs- und Frühberatungsstelle sowie Mehrzweckräume, die den Institutionen vor Ort, Bürgerinitiativen, dem Beirat usw. zur Verfügung stehen. Ein inklusiv betriebenes Café bietet den Anwohnern unter anderem Mittagstisch und Abendessen an.

Das gesamte Gebäude wurde von der GEWOBA erstellt und umfasst 47 Mietwohnungen. Weitere vier Wohnungen stehen zur Verfügung, um ein inklusives Angebot für Menschen mit Beeinträchtigung schaffen. Neben dem Quartierszentrum entstand eine Kindertagesbetreuungseinrichtung mit vier Gruppen.





Standort:
Bremen Huckelriede, Niedersachsendamm

Bauherr:
Gewoba

Fotos:
Maßstab, Bremen

Planung des Gesamtgebäudes:
LRW Architekten, Hamburg




Gemeindezentrum St. Matthäus



Kirche und Gemeindehaus der St. Matthäus Gemeinde in Huchting entstanden im Jahr 1956 nach Entwürfen des Architekten Carsten Schröck. Er entwarf damals das Gemeindehaus als Stadt, mit Straßen, Plätzen und Häusern. Kern der Anlage war der große Innenhof.

Das Haus sollte für die Kinder- und Jugendarbeit erweitert werden. Wir griffen das Thema des Innenhofes auf und entwickelten auch den Neubau um einen kleinen Innenhof. Es entstand ein Anlage, die dem Duktus des Bestandes folgend vielfältigste Räume wie Häuser an Straßen anordnet und dem Gemeindewesen städtische Strukturen zuweist.











Standort:
Bremen Huchting, Hermannsburg 32

Bauherr:
Bremische Evangelische Kirche, St.Matthäus Gemeinde

Fotos:
Bremische Evangelische Kirche
Ulrich Ruwe
 
 
 
 
Architekturbüro Ulrich Ruwe
Dipl.-Ing. Architekt BDA

Keplerstraße 30
28203 Bremen
Telefon 0421 - 707303
ruwe@architektruwe.de